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Ungarische Hochzeitsbräuche

Ungarn erfreut sich seit etlichen Jahren einer zunehmenden Beliebtheit als Urlaubsland, denn es kann mit Landschaften, Städten, Kultur und Traditionen aufwarten, die für Touristen sehr verlockend sind. Gerade in den ländlichen Gegenden hat sich dabei das Brauchtum sehr bewahrt, so dass man immer noch fröhliche und farbenfrohe Spektakel beobachten kann, wenn in Ungarn ein Fest wie eine Hochzeit gefeiert wird. Diese feiert man gerne immer noch eher groß, so dass das ganze Dorf oder der komplette größere Bekanntenkreis teilnehmen kann.

Auf den Festen wird natürlich reichlich Essen aufgetischt, dessen Reste entweder durch eine Nachfeier an den nächsten Tagen oder aber als Giveaway für die Gäste genutzt werden – verschwendet wird nichts. Und es werden natürlich die schnellen ungarischen Tänze getanzt, bei denen einem sehr schnell die Puste weg bleiben kann; also rechtzeitig vorher trainieren!

Hochzeit in Ungarn

Der Hochzeitslader

Der Hochzeitslader oder Hochzeitsbitter geht gemeinsam mit dem Brautpaar von Haus zu Haus und lädt die Gäste persönlich ein. Die Einladung geschieht in Reimform, und der Hochzeitslader informiert dabei auch schon einmal über das geplante Menu – da weiß der Gast gleich, was auf ihn zu kommt. Als Erkennungszeichen trägt der Hochzeitslader einen mit bunten Bändern geschmückten Stab, an dem (oder am Gürtel) auch eine Flasche baumelt. Diese Weinflasche muss dann von den eingeladenen Gästen immer wieder aufgefüllt werden. Zudem ist der Hochzeitslader auf der Feier dafür zuständig, gute Stimmung zu machen und immer wieder einmal einen schönen Trinkspruch auszubringen.

Standesamt und Ringe

In Ungarn kennt man gemäß den Traditionen keinen speziellen Verlobungsring. Dort tragen beide Partner während der Verlobungszeit den späteren Ehering an der linken Hand, nach der Hochzeit wechselt dieser dann auf die rechte Hand. Rechtlich gültig ist übrigens nur die Heirat auf dem Standesamt, wer in der Kirche heiraten möchte, muss das zusätzlich tun.

Farbenfrohe Traditionen

Verschiedene Traditionen beziehen sich noch auf die Bedeutung, die die Tracht früher im Leben hatte, andere wiederum sollen dem Brautpaar zu etwas Kleingeld verhelfen.

  • Ab Mitternacht in Rot Eine auch heute immer noch gerne ausgeübte Tradition ist es, dass sich die Braut um Mitternacht von ihrem auch in Ungarn meist weißen Brautkleid trennt und sich ein rotes Kleid anzieht (je nach Region kann es auch blau sein). Früher waren das Kleider in der regionalen Tracht, die moderne ungarische Braut wirft sich aber gerne auch in einen schicken Partydress. Durch dieses Umziehen sollte deutlich gemacht werden, dass die Braut jetzt zu den verheirateten Frauen gezählt wird.
  • Überraschung durch den Bräutigam Während die Braut sich umzieht, muss der Bräutigam sich überlegen, wie er seine Frau jetzt wieder „zurück“ gewinnen kann. Da ist Kreativität gefragt, die ganze Festgemeinde ist gespannt.
  • Tanz der Frauen Bei dieser Tradition tanzen die anwesenden Frauen im Kreis mit oder um die Braut herum. Dadurch soll verdeutlicht werden, dass sie ab jetzt im Kreis der verheirateten Frauen willkommen und aufgenommen ist.
  • Der bezahlte Tanz Auch in Ungarn sind Jungverheiratete für einen kleinen Zuschuss dankbar, deshalb kennt man auch hier den Geldtanz. Dabei wird angekündigt, dass jeder, der mit der Braut ein paar Sekunden tanzen möchte, er diesen Tanz kaufen muss. Eingesammelt wird das Tanzgeld oft vom Hochzeitslader, manchmal dient als Sammelbüchse ein Schuh der Braut.
  • Geldaufkehren Nach der Hochzeitszeremonie auf dem Standesamt oder in der Kirche werden vor dem Eingang Geldstücke verstreut, die das Paar dann aufkehren muss. Leider sind manche Gäste so perfide, dass sie das schon aufgekehrte Geld dem Sack wieder entnehmen und erneut verstreuen…. Eine Variante dieses Brauches ist es, dass Geld und Scherben verstreut werden, die die Braut dann aufkehren und auseinander sortieren muss – so beweist sie ihren bewussten Umgang mit Geld und ihre Sparsamkeit.
  • Hefezopf zerteilen Vor dem Standesamt oder der Kirche oder aber auch auf der Hochzeitsfeier wird dem Brautpaar ein Hefezopf überreicht, den es zerreißen oder zerbrechen muss. Wer von diesem Zopf das größere Stück ergattern kann, hat angeblich in der Ehe die Hosen an.
  • Den Brautschuh stehlen In Ungarn geben sich die Gäste auch große Mühe, einen oder beide Brautschuhe zu stehlen. Ist dies gelungen, muss der Bräutigam sie wieder auslösen – oft durch den Verzehr von Champagner aus dem gestohlenen Schuh.
  • Teller zerschmettern In manchen Regionen ist es auch sehr beliebt, dass das Brautpaar einen Porzellanteller auf dem Boden zerschmettert – je mehr Stücke dabei entstehen, desto mehr Nachwuchs oder Glück wird sich in der Ehe einstellen, so die Überlieferung.
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